TPLO und Physiotherapie



 

Falco vom Luerwald : Falco sollte der Nachfolger von unserem DL-Mix Janosch werden, doch dies war ein Weg mit Hindernissen. Als wir feststellten , dass Falco mit 10 Monaten immer wieder Schmerzen in den Hinterläufen hatte, wurden wir von unserem Tierarzt an Herrn Dr. Grußendorf überwiesen. Dieser stellte einen Defekt der Kreuzbänder in beiden Knien fest. Da dies  evtl. genetisch bedingt und damit vererblich sein kann, informierten wir gleich unseren Züchter. Dieser versicherte uns ,dass er noch nie dieses Problem in der Zucht hatte und bedauerte den Vorfall. Für Falco folgten zwei schwere Operationen (TPLO, Abkürzung für Tibial Plateau Leveling Osteotomy), wobei er nach jeder OP 6 Wochen lang, nur 5-6 kleine Spaziergänge an der Leine machen durfte.In dieser Zeit, mussten wir immer aufpassen, dass Janosch, Falco nicht  zum Spielen aufforderte. Um ihn etwas auszulasten, versteckten wir Leckerchen, oder sein Spielzeug unter einem Stapel Altpapier. Ausserdem gingen wir regelmäßig zur Physiotherapie. Über die ganze Zeit hatten wir mit dem Züchter Kontakt, der sein Bedauern äußerte. Da ich Falco in dieser Zeit nicht zu Hause alleine lassen konnte, er sollte ja nicht toben, verbrachte ich viel Zeit am PC . Zufällig schrieb ich die Besitzer von Faro vom Luerwald an, ein Wurfbruder von Falco. Die Besitzer waren erstaunt  von mir zu hören, denn ihr Faro hatte das gleiche Problem wie Falco , auch sie hatten sofort den Züchter informiert .

Der Besitzer von Faust vom Luerwald hatte den Züchter direkt nach weiteren Erkrankungen gefragt, da er mit dem Gedanken spielte ,  Faust als Zuchtrüden einzusetzen und auch er wurde bewusst angelogen. Bei Faust zeigte sich das gleiche Krankheitsbild mit fast zwei Jahren und er musste an beiden Knien operiert werden.

Auf  der Homepage vom Züchter werden immer wieder die Punkte aufgezeigt, man spricht  von Leistungszucht und vergisst dabei die Gesundheit. Die Punkte von den Prüfungen trägt man gerne in die Ostermannsche Statistik ein, nur Erkrankungen vergisst man schnell. Da es eine Tatsache ist, dass 3 Welpen von einem Wurf betroffen waren , liegt eine genetische Erkrankung nahe.

Ein guter Züchter sollte solche Fehler in der Zucht sofort bemerken und entsprechend handeln.

Wenn wir Falcos Erkrankung nicht so hinterfragt hätten , wäre sie nie in der Statistik aufgetaucht. Oft wird der Kreuzbandriss als Unfall abgetan, aber anders als in der Humanmedizin ist ein Kreuzbandriss beim Hund oft eine Schwäche der Bänder. Außerdem führt ein Kreuzbandriss zum Zuchtausschluss und sollte deshalb in jedem Fall gemeldet werden. Dies sollte jeder Betroffene mit den entsprechenden Unterlagen beim Zuchtwart einreichen, so dass jeder die Chance hat es einzusehen.

 

Auf dieser Homepage werden wir weitere Informationen sammeln und weiter geben, auch über die Maßnahmen des Deutsch- Langhaar-Verband .

Bei anderen Verbänden gibt es schon Strategien , die solche Dinge vermeiden sollen.

Darüber werden wir noch ausführlich berichten. Weiteres unter "Der lange Weg zur Zuchtsperre".

 2017

Falco ist dieses Jahr neun Jahre alt geworden und seine erste OP liegt  sieben Jahre zurück.

Wenn man seine Krankengeschichte nicht kennt würde man nie vermuten dass seine Knie operiert werden mussten. Keine Einschränkungen  in den Bewegungen oder eine Lahmheit.

Und für diejenigen die uns immer wieder fragten ob wir mit dem Hund unzufrieden sind, und uns deshalb für einen Deutsch Drahthaar entschieden haben möchte ich noch einmal deutlich machen: Falco ist ein zuverlässiger lerneifriger Jagdgefährte.

Er hat immer wieder seinen Jagdverstand bewiesen.

Auch seine Raubzeugschärfe hat Falco schon mehrfach an Fuchs und Waschbär bewiesen. Auf den Eintrag der Härte in die Papiere haben wir verzichtet, das Falco ein guter Jagdgefährte ist wissen wir auch ohne diese Einträge.

Der einzige Grund uns für eine andere Rasse zu entscheiden war der sorglose Umgang mit dem Kreuzbandriss vom Züchter vom Club Langhaar und vom Verband Deutsch Langhaar.


 

Falco ist jetzt 9 Jahre "alt"


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Falco

  


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Winter 2010